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Lockpicking in Stuttgart

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Stiftschlösser Bohrmuldenzylinder Schließanlagen Tubularschlösser Kreuzprofilschlösser Sperrleistensystem
Scheiben/Doppelscheiben Drehscheiben Fahrradzahlenschlösser Hangzahlenschlösser Magnetschlösser
Chubbschlösser Tresorzahlenschlösser Elektronische Zahlenschlösser Magnetkartenschlösser
Transponderschlösser Buntbartschlösser Besatzungsschlösser Imitationsschlösser

Schlosstypen

Stiftschlösser

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Stiftschlösser sind Schlösser die als Innenleben Stifte haben. Das Innenleben der normalen Zylinder besteht meistens aus 5 Stiftpaaren mit Federn, ein Kern- und ein Gehäusestift. Diese beiden Stifte müssen auf die richtige Höhe gebracht werden. Ist das passiert wird die Scherlinie zwischen Gehäuse und dem runden Zylinderkern gebildet und der Kern läßt sich drehen. Die Einschnitte sind auf ca. 10 Einschnitttiefen begrenzt, wobei sich ganz hohe und ganz tiefe hintereinanderliegende Einschnitte durch den Stiftabstand ausschließen. Außerdem können dort noch seitlich sitzende Stifte oder Sperrleisten eingebaut sein. Diese greifen dann in ebenfalls seitlich sitzende Nuten. Es gibt passive und aktive Sperrelemente. Passive Elemente sind ungefedert und fragen seitlich am Schlüssel vorhandene Bohrungen ab. Sind diese Bohrungen nicht vorhanden wird der Stift in die Nut gedrückt und sperrt den Zylinderkern. Aktive Elemente sind gefedert und sperren bereits in Ruhestellung d.h. ohne Schlüssel. Sie stellen fast vollwertige Zuhaltungen dar und bestehen aus Stiften, Kugeln oder gelagerten Scheiben. Hat der Schlüssel seitlich an den richtigen Stellen Material so entsperrt er diese Elemente. Passive und aktive Elemente werden zum Teil kombiniert wobei passive weiter verbreitet sind.(Schließanlagen)

Sicherheit gegen picken:
Je genauer die Schließzylinder gefertigt sind, desto schwieriger ist es sie zu picken. Die Sicherheit ist relativ gut und wesentlich besser als bei den Scheibenschlössern. Zum öffnen eines normalen Stiftschlosses sollte man, mit entsprechender Übung, zwischen 5 Sekunden und 15 Minuten rechnen. Passive Stifte haben sogut wie keinen Einfluß auf das picken, aktive Stifte müssen wie andere auch richtig gesetzt werden.

Sicherheitstipps:
Schlösser mit aktiven seitlichen Sperrleisten oder Sperrschiebern bzw. Drehscheibenzuhaltungen verwenden.

Bohrmuldenzylinder
Bohrmuldenschlüssel - Abus Extra Classe Bohrmuldenschlösser sind auch Stiftschlösser, wobei der Schlüssel keine Zackenform, sondern gebohrte Mulden besitzt. Durch die geringe Einschnitttiefe der Bohrmuldenzylinder haben diese meistens 6 aktive und manchmal passive Stifte. Je nach Hersteller und Schlosstyp kann dies aber zwischen 5 und 22 Stiften schwanken. Die Einschnitttiefe ist hier durch die Schlüsseldicke auf ca. 4 Bohrungstiefen begrenzt. Die Stifte können in bis zu fünf Reihen radial um den Schlüssel angeordnet sein. Für Bohrmuldenzylinder gibt es, außer den normalen, spezielle wellenförmige Picks.

Schließanlagen
Schließanlagen werden meistens als Stiftschlösser hergestellt. Es gibt 3 grundsätzliche Unterscheidungen. Die kleinste Schließanlage ist die sogenannte Zentralanlage (Z). Bei dieser schließen alle Wohnungsschlüssel z.B. das Haustürschloss. Die Wohnungsschlüssel passen aber nur in die dazugehörige Wohnung. Hauptschließanlagen (HS) haben zusätzlich zu den jeweiligen Schlüsseln der einzelnen Zylinder auch einen sogenannten Hauptschlüssel der alle Zylinder öffnen kann. Eine Generalhauptschließanlage (GHS) besteht aus mehreren Hauptschließanlagen. z.B. einer HS für den kaufmännischen und einer HS für den Fertigungsbereich. Der Generalschlüssel kann alle Zylinder der Hauptschließanlagen öffnen. General- und Haupt-schließanlagen werden hauptsächlich im Geschäftlichen Bereich eingesetzt. Alle Schließanlagentypen lassen sich über verschiedene Schlüsselprofile, Einschnitte und passive seitlich sitzende Stifte aufbauen. Zylinder an denen mehrere Schlüssel passen müssen, haben zwischen Kern und Gehäusestift einen oder mehrere sogenannte Anlagenstifte eingebaut, damit die verschiedenen Schlüsseleinschnitte je eine Scherlinie erzeugen können. Diese Zylinder lassen sich durch die verschiedenen möglichen Scherlinien relativ leicht picken. Mechanische Schließanlagen haben bei Schlüsselverlust oder Umorganisation ihre Nachteile, weil sie sich nicht einfach umstellen lassen. Hier müssen u.U einzelne Zylinder oder (z.B. bei Verlust des Generalhauptschlüssels) die komplette Schließanlage ausgetauscht werden. Elektronikzylinder finden in diesem Bereich eine immer stärkere Verbreitung da sie einfach neu programmiert werden können. Der höhere Anschaffungspreis kann sich recht schnell rechnen.

Tubularschlösser
Tubularschlüssel sind auch Stiftschlösser wobei die, meist 7, Stiftpaare in axialer Richtung in einem Kreis angeordnet sind. Die Schlüssel sehen wie Rohre aus, an denen vorne mehrere Stellen ausgefräst sind. Diese Art von Schlössern findet man hauptsächlich an Fahrradbügelschlössern und ab und zu als Notöffnung an Tresoren mit elektronischen Zahlenschlössern.

Sicherheit gegen picken:
Von Hand lassen sich diese Schlösser schlechter picken als normale Stiftschlösser. Das liegt daran, dass sie schlecht zu spannen sind und sie mehrmals gepickt werden müssen. Mit speziellem Werkzeug lassen sie sich aber in sekundenschnelle und kinderleicht öffnen ! Deshalb sollte man dieses System auch nicht alleine verwenden und zusätzlich ein anderes einsetzen. Die Fertigungstoleranzen sind meistens sehr schlecht. Seit einiger Zeit sind neue Öffnungsmethoden mit Bic-Stiften bekannt, was Kryptonite dazu veranlaßt hat sie kostenlos gegen Drehscheibenschlösser zu tauschen.
Kreuzprofilschlösser
Kreuzprofilschloss sind auch Stiftschlösser werden heutzutage aber kaum mehr eingesetzt. Man findet Sie als Zusatzsicherung in alten Türen und billigeren elektronischen Tresoren zur Notöffnung. Die Funktionsweise entspricht der von Stiftschlössern wobei die 6 bis 9 Stiftpaare in Kreuzform angeordnet sind, daher der Name. Die Einschnitttiefe ist, ähnlich Bohrmuldenschlössern, durch den Schlüssel ziemlich begrenzt.
Kreuzprofilschlossöffner Sicherheit gegen picken:
Die Schlösser lassen sich ähnlich wie Stiftschlösser picken. Es gibt auch einen speziellen Öffner dafür.


Sperrleistensysteme
Sperrleistensystem EVVA DPI Bei diesen Systemen wird die Drehung des Kerns durch ein bis zwei seitlich aus dem Kern ragende Sperrbalken blockiert. 6 bis 12 vertikal verschiebbare Sperrelemente mit einer seitlichen Aussparung fragen die Schlüsselcodierung ab. Wenn alle Elemente in der richtigen Höhe ausgerichtet sind, kann die Sperrleiste in die entstandene Öffnungslinie hineingleiten und damit die Drehung freigeben. Bei einigen Systemen müssen die Sperrelemente zusätzlich um ihre senkrechte Achse gedreht werden.


3KS Teile größer Bei manchen Systemen sind die Sperrelemente als ungefederte Sperrschieber ausgelegt, die durch eingefräste Kurven im Schlüssel in die richtige Position gebracht werden.
3KS Sperrschieber Andere Systeme verwenden gefederte Sperrschieber (siehe rechts oben) oder Stifte, die durch einen "normalen" Schlüsselbart auf die richtige Höhe gebracht werden oder in einer eingefrästen Kurve geführt werden. Teilweise werden diese Schließsysteme zusätzlich zu einem normalen Stiftsystem eingesetzt.

Sicherheit gegen Öffnen:
Diese Systeme kommen meist in hochwertigen Schliesssystemen zum Einsatz. Ihr Pickingwiderstand ist besser als bei Stiftschlössern. Sie sind gegen die Schlagschlüsselmethode immun.
Scheiben - und Doppelscheibenschlösser mit Federn
werden meistens in Büromöbeln, billigen Fahrradschlössern und Autos eingebaut. Das Innenleben besteht aus Blechscheiben die Aussparungen für den Schlüssel haben. Diese Scheiben werden, wie auch bei Stiftzylindern, durch den Schlüssel in die richtige Höhe gebracht. Bei Doppelscheibenschlössern hat der Schlüssel auf beiden Seiten seine Form und somit müssen die Scheiben auch in beide Richtungen gebracht werden. Die Materialien des Gehäuses sind, in der Regel, Messing oder Druckguß. Die Scheiben sind Stahl verzinkt, Messing oder auch Druckguß.

Sicherheit gegen picken:
Die Schlösser lassen sich wegen der geringen Fertigungsgenauigkeit, relativ leicht, innerhalb weniger Minuten öffnen. Der Schneemann, auch Doubleball genannt, eignet sich besonders für die Doppelscheibenschlösser weil man ihn nicht dauernd drehen muss.
Drehscheibenschlösser
Drehscheibenschlüssel bestehen aus mehreren drehbaren Scheiben (zwischen 6 und 14), die von schrägen Einschnitten des Schlüssels unterschiedlich weit gedreht werden. Die Scheiben besitzen an der Außenseite eine Aussparung. Wenn alle Scheiben korrekt ausgerichtet sind, bilden diese Aussparungen die Öffnungslinie, in die ein Sperrbalken hineingleiten kann, der damit die Drehung freigibt. Durch die Verwendung mehrerer Aussparungen pro Scheibe lassen sich Schließanlagen realisieren. Hochwertige Drehscheibensysteme haben auch falsche Aussparungen, um Picking-Versuche zu erschweren. Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung eines dieser Schlösser, erstellt von Han Fey.



Spezialwerkzeug für Drehscheibenschlösser Sicherheit gegen picken:
Die Schlösser können mit Spezialwerkzeug geöffnet werden. Erfahrungswerten zu Folge sollte man 15 Minuten einplanen, billige Fabrikate lassen sich schneller öffnen. Es gibt allerdings auch Schlösser dieser Bauart, die als unpickbar gelten. Autoschlösser mit diesem System, erkennbar an den fast runden Schlüsseln mit den schrägen Flächen, sollen sich bereits nach 2 Minuten öffnen lassen.
Fahrradzahlenschlösser
Die Fahrradschlösser bestehen aus 3 oder 4 Ringen die innen eine Aussparung haben. Sind die richtigen Zahlen eingestellt so stimmen diese Aussparungen, die in einer Nut liegen, bei allen Ringen überein und das Gegenstück läßt sich aus dem Schloss ziehen. Das Gegenstück hat genauso viele Zapfen wie Ringe die im geschlossenen Zustand an den Ringen sperren.

Sicherheit gegen öffnen:
Die meisten Schlösser sind relativ billig gehalten und lassen sich leicht unter Zug öffnen. Bei den etwas besseren gibt es falsche Einschnitte an den Ringen die das Öffnen erschweren sollen.
Hangzahlenschlösser
Zahlenschloss bestehen meistens aus 3 bis 4 Ringen. Wenn die richtigen Zahlen eingestellt werden läßt sich der Bügel herausziehen. Es gibt verschiedene Bauarten. Bei einer blockieren die Zahlenringe direkt den Bügel und bei einer anderen wird ein Bolzen freigegeben.(siehe Bild)

Sicherheit gegen öffnen:
Die Schlösser sind den Fahrradzahlenschlössern ähnlich und lassen sich deshalb auch unter Zug öffnen. Es gibt z.T. falsche Einschnitte an den Ringen die das Öffnen erschweren sollen. Bei Schlössern an denen ein Bolzen freigegeben wird, gibt es einen Trick womit die Schlösser sich in ca. 1 Minute öffnen lassen.
Magnetschlösser
Schlüssel eines Magnetschlosses gibt es hauptsächlich als Zylinderschlösser. Das Innenleben besteht, wie der Name schon sagt, aus Magneten. Es gibt 3 verschiedene Funktionsweisen. Schiebemagnete, Drehmagnete und Taumelstifte. Die ersten Modelle arbeiteten nach dem Schiebmagnet Prinzip mit sich anziehenden und abstoßenden Magneten. Die federbelasteten magnetischen Stifte entsperren sich nur wenn ein passender Gegenpol am Schlüssel vorhanden ist, ansonsten verstärkt der falsche Pol nur noch die Federkraft und sperrt zusätzlich. Beim Drehmagnet Prinzip werden Stifte durch den Magneten gedreht die dann eine Mechanik freigeben wenn sie richtig stehen. Sie werden meist zusätzlich von herkömmlichen Stiften unterstützt. Die Taumelstifte sind Stahlstifte die in der Mitte aufgehängt sind. In der Nähe des unteren Endes eines Stiftes wird nun der Schlüssel mit einem Magneten, der 6 mögliche Positionen haben kann, hingehalten. Dadurch zeigt das obere Ende in die entgegengesetzte Richtung wo der Stift in eine Schablone mit Löchern passen muß. In vernünftigen Schlössern dieser Bauart sollten 6 Stifte eingebaut sein um 46656 mögliche Variationen zu erreichen. Wenn der richtige Schlüssel verwendet wird dann stimmen alle Stiftpositionen mit den Löchern der Schablone überein und der Schließmechanismus läßt sich öffnen. Ein Problem der Schlösser und Schlüssel ist, dass Sie Ihre Magnetkraft durch Hitze bzw. Stoß verlieren können und dann nicht mehr schließen.

Sicherheit gegen picken:
Die neueren Drehmangnete haben zum Teil 8 mögliche Stellungen pro Stift womit eine ausreichende Vielfalt an Schlüsseln zur Verfügung steht. Ihre Sicherheit gegen picken ist sehr gut. Bei Taumelstiften ist mir ein abtasten und auslesen nicht bekannt. Die älteren Schiebemagnetschlösser ließen sich auslesen und man konnte damit einen Nachschlüssel machen.
Chubbschlösser

Chubb Schloss mit Fakes

werden meistens in Tresoren oder ähnlichem eingesetzt. Das Innenleben besteht aus Blechscheiben die Aussparungen an verschiedenen Stellen haben. Der Schlüssel muß nun alle Scheiben soweit anheben bis diese Aussparungen alle auf gleicher Höhe sind und ein Bolzen, der am Riegel angebracht ist, dort eintauchen kann. Eine genauere Beschreibung ist auf der Frankfurter Homepage zu finden.

Sicherheit gegen picken:
Die Schlösser gelten als relativ sicher. Sie lassen sich mit einem sogenannten Hobbschen Haken öffnen. Billige Schlösser, mit wenigen Scheiben, lassen sich ab 2 Minuten öffnen. Die Zeit hängt unmittelbar von der Anzahl der Scheiben ab und ob diese sogenannte "Fakes" haben. Fakes sind vorgetäuschte Aussparungen die das entsperren mit Werkzeug erschweren sollen.
Tresorzahlenschlösser
bestehen meist aus 3 bis 4 Scheiben die eine Aussparung haben. Diese müssen durch drehen (links, rechts, links) auf eine Position gebracht werden, dazu haben Sie kleine Stifte die sich gegenseitig mitnehmen. Wenn das der Fall ist kann ein Haken, an dem ein Bolzen angebracht ist, in diese Nut eintauchen und den Riegel mitnehmen. Eine genauere Beschreibung ist ebenfalls auf der Frankfurter Homepage zu finden.

Sicherheit gegen öffnen:
Es ist möglich diese Schlösser, ohne Sie zu zerstören, mit sehr hohem Zeitaufwand und Übung zu öffnen.

Tipp zur Sicherheit:
Tresor so einbauen das er von weitem nicht z.B. durch ein Fenster einsehbar ist.
Elektronische Zahlenschlösser
werden seit ein paar Jahren relativ oft in Heimtresoren oder Hoteltresoren eingesetzt. Die Preise der Tresore beginnen bei ca. 30-100 Euro wobei es "Markentresore" mit höherer Sicherheitsstufe gibt. Wie immer gibt es nach oben kaum Grenzen. Als Minimum wird die VDMA Klasse "C" empfohlen. Zum öffnen muss je nach Hersteller ein 4 bis 8 stelliger Code über eine Tastatur eingegeben werden. Ist der Code richtig dann zieht ein Elektromagnet an bzw. ein Motorschloss entsperrt die Verriegelung. Auch zum Scharf/Unscharf schalten von Alarmanlagen sind sie geeignet.

Sicherheit gegen öffnen:
Es ist meines Wissens nicht möglich das Schloss zu manipulieren. Es sperrt sich nach ein paar Fehleingaben für einige Minuten. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden das es, vom Hersteller eingebaute, Mastercodes gibt. Eine Schwachstelle an manchen billigeren Tresoren ist die sogenannte Notöffnung die bei Batterieausfall benutzt werden muss. Hier handelt es sich meist um billige Tubularschlösser , Doppelscheibenschlösser oder Kreuzprofilschlösser. Es gibt auch Tresore die eine Steckbuchse bzw. Kontakte zur externen Stromversorgung haben. Wenn hier der Code vergessen wird bleibt nur das gewaltsame Öffnen.

Tipp zur Sicherheit:
Tastatur immer sauber halten und das Zahlenschloss so einbauen das es von weitem nicht z.B. durch ein Fenster einsehbar ist. Keine persönlichen Zahlen verwenden. Tresor unbedingt festschrauben!
Magnetkartenschlösser
sieht man an Türen mit elektrischen Türöffnern bzw. Motorschlössern. Die Einheiten bestehen aus einem Kartenleser mit Elektronik und Relais. Wird die Karte eingeschoben vergleicht ein Chip ob Sie berechtigt ist oder nicht. Wenn ja dann wird das Relais angesteuert, entweder kurz z.B. für den Türöffner oder solange bis die Karte abermals eingeschoben wird z.B. zum ein- und ausschalten von z.B. Einbruchmeldeanlagen. Manchmal werden diese Schlösser in Kombination mit elektronischen Zahlenschlösser eingesetzt um die Sicherheit zu erhöhen.

Sicherheit gegen öffnen:
Einige dieser Schlösser lassen sich mit einer Elektronik überlisten. Dabei wird ein "rauschen" erzeugt das dem Schloss irgendwann den richtigen Code vorgibt und es zum schalten bringt.
Transponderschlösser
sind ähnlich den Magnetkartenschlössern. Sie unterscheiden sich nur im Medium Schlüssel. Er besteht hauptsächlich aus einem Chip mit Antenne, der die Daten per Funk zur Leseeinheit überträgt. Die Leseeinheit sendet in wiederholenden, gleichbleibenden Abständen einen elektromagnetischen Impuls aus. Wenn der Transponder in die Nähe dieser Impulse kommt, absorbiert er die Energie und kann dann seine auf dem Chip gespeicherten Daten an die Leseeinheit senden. Sind die übermittelten Daten korrekt wird der Schaltvorgang ausgelöst. Auch hier gibt es die Kombination mit elektronischen Zahlenschlössern um die Sicherheit zu erhöhen. Somit benötigt man einen Gegenstand (Transponder) und Wissen (Code).

Sicherheit gegen öffnen:
Die Transponderdaten von Schlössern sind mehrfach gegen Manipulation geschützt. Allerdings gibt es auf dem Markt ein System mit 2 Koffer die als Funkübertragung wirken. Ein Koffer wird an der Leseeinheit der Türe deponiert, der andere wird einfach in der Nähe des Transponders gebracht. Anschließend wird der Code vom Transponder über die Koffer zur Leseeinheit übertragen und das Schloss wird aktiviert. Natürlich wird der echte Transponder protokolliert... Die Reichweite der Funkübertragung beträgt meines Wissens 10 km. Soll aber auch über das GSM Netz funktionieren.
Buntbartschlösser
Buntbartschlüssel werden hauptsächlich in Innentüren von Wohnungen verwendet. Die Bart betätigt direkt den Riegel und verschiebt ihn dadurch. Ihren Namen haben sie von den insgesamt 70 möglichen bunten Schlüsselformen.

Sicherheit gegen öffnen:
Die Sicherheit der Schlösser ist nicht der Rede wert, sie besteht nur in der Schlüsselbartform. Somit läßt sich das Schloss leicht mit einem gebogenen Draht oder zugerechtgefeilten Schlüssel öffnen.
Besatzungsschlösser
werden noch in älteren Klassenzimmern, Kasernen und Jugendherbergen eingesetzt. Sie sind eine Weiterentwicklung der Buntbartschlösser. Es werden zusätzlich zu der Schlüsselbartform noch 1-2 Scheiben, Besatzung genannt, im Schloss eingebaut. Dadurch erhält der richtige Schlüssel diese 1-2 Schlitze, auch Mittelbruch genannt. An diesem Mittelbruch werden sich vermutlich zusätzliche Reifen befinden. Der Schlüssel hat an entsprechender Stelle querliegende Schlitze, sogenannte Querfräsungen.

Sicherheit gegen öffnen:
Auch diese Schlösser lassen sich leicht mit einem zurechtgefeilten Schlüssel öffnen. Man muss nur darauf achten, dass der Dietrich nicht an den eingebauten Sperren anstößt.
Imitationsschlösser
sind im Prinzip ganz normale Buntbartschlösser und werden bei uns kaum eingesetzt. Die Schlüssel sehen aus als wären sie von Zuhaltungs- (Chubb-) schlössern. Allerdings ist im Schloss ein Blech bzw. Drehteil eingebaut das verhindert, dass ein falscher Schlüssel sich drehen läßt. Die Schlossart kann dazu verwendet werden um die verschiedenen Möglichkeiten der Besatzungsschlösser noch zu erweitern.

Sicherheit gegen öffnen:
Die Sicherheit entspricht der von normalen Buntbartschlössern.

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